Vorsorge

Es gibt zahlreiche gute Vorsorgeuntersuchungen, z.B. die Darmspiegelung oder die Vorsorge für Gebärmutterhalskrebs, deren Nutzen jeweils gut belegt ist und zu deren Teilnahme wir Sie an dieser Stelle auffordern möchten. Neben diesen genannten Untersuchungen gibt es wichtige speziell radiologische Vorsorgeuntersuchungen, die wir hier kurz vorstellen möchten.


Brustkrebs – Spezielle Brustkrebsvorsorge Mamma-MRT plus Röntgenmammographie
Sie wollen die Untersuchung mit der größten Sicherheit, dass kein Brustkrebs übersehen wird? Nach aktuellen wissenschaftlichen Studien gilt die Mamma-MRT als das zuverlässigste Verfahren, um einen bösartigen Tumor der Brust nachzuweisen. Um diese Zuverlässigkeit zu erzielen, muss die Mamma-MRT in einem besonders hochwertigen MRT-Gerät und von einem erfahrenen Radiologen ausgewertet werden. Zusätzlich zur MRT sollte eine digitale Mammographie erstellt werden, damit auch Mikroverkalkungen, die gelegentlich der einzige Hinweis auf einen Tumor sind, erkannt werden können. Wir bieten diese Kombination als „spezielle Brustkrebsvorsorge Mamma-MRT plus Röntgenmammographie“ an.


Herz – Kardio-CT
Sie haben geraucht, einen hohen Blutdruck, Diabetes, eine Fettstoffwechselstörung (erhöhtes Cholesterin), ein Familienmitglied mit einem Herzinfarkt in der Vergangenheit oder sie das 50. Lebensjahr überschritten? Dann sollten Sie sich Gedanken darüber machen, ob bei Ihnen eine Atherosklerose (Arteriosklerose) vorliegt. Diese lässt sich besonders empfindlich mit der Computertomographie anhand von Verkalkgungen der Herzkranzgefäße (Koronararterien) nachweisen. Anhand der Verkalkungen können wir dann feststellen, ob die Erkrankung vorliegt und wie stark die Erkrankung fortgeschritten ist. Durch eine ergänzende CT-Koronarangiographie kann dann untersucht werden, ob tatsächlich schon Verengungen der Herzkranzgefäße vorliegen.


Gefäß-Check
Herzkreislauferkrankungen sind die führende Todesursache in der westlichen Welt. Wir haben daher einen Gefäß-Check entwickelt, mit dem wir Ihr Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt abschätzen und feststellen können, ob die wichtigsten Herzkeislauferkrankungen vorliegen. Sinnvoll ist ein solcher Gefäß-Check, wenn Sie Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen haben: Rauchen, Bewegungsmangel, Diabetes, Fettstoffwechsel, Bluthochdruck, Schlaganfall oder Herzinfarkt von engen Verwandten, Raucher. Unser Gefäß-Check umfasst eine spezielle Darstellung Hals-Kopf-Arterien mittels MR-Angiographie und eine Kardio-CT.


Herz – Kardio-MRT
Sie haben Beschwerden deren Ursache eine Herzerkrankung sein könnte, z.B. Luftnot bei körperlicher Belastung oder stechende Schmerzen im Brustkorb, und die Sie mit Ihrem Hausarzt oder Internisten nicht ausreichend erklären können? Hier kann mit der Kardio-MRT sehr empfindlich geprüft werden, ob Durchblutungsstörungen des Herzmuskels vorliegt. Die Kardio-MRT gestattet auch eine sehr gute Beurteilung des Herzmuskels bei lange bestehendem Bluthochdruck. Hier gilt es zu klären, ob der Herzmuskel verdickt oder die Herzkammern erweitert sind oder ob bereits eine Herzmuskelschwäche nachzuweisen ist.


Darmkrebs
Die virtuelle CT-Kolographie oder CT-Darmspiegelung ist ein besonders empfindliches Verfahren zum Nachweis von Darmkrebs und seiner Vorstufen. Große amerikanische Studien konnten zeigen, dass die CT-Kolographie der „normalen“ Darmspiegelung ebenbürtig ist, was die Erkennung von Polypen und Darmkrebs betrifft. Wir empfehlen die virtuelle Darmspiegelung bei einer unvollständigen „normalen“ Darmspiegelung, bei einem erhöhten familiären Darmkrebs-Risiko und bei Patienten, die eine „normale“ Darmspiegelung ausdrücklich ablehnen.


Prostatakrebs
Die MRT der Prostata hat einen hohen Stellenwert in der Diagnostik des Prostatakarzinoms. Voraussetzung für eine aussagekräftige Untersuchung ist eine hochauflösende MRT mit speziellen Sequenztechniken einschließlich Diffusions- und Perfusionsbildgebung, welche auf unserem speziellen System bei exzellenter Bildqualität möglich sind. Die Untersuchung der Prostata in der MRT ist besonders dann sinnvoll, wenn ein Risiko für Prostatakrebs vorliegt, der PSA-Wert erhöht ist oder der Ultraschall oder die Gewebsprobe nicht eindeutig sind.


Ganzkörper-MRT
Die Ganzkörper-MRT liefert eine sehr gute Übersicht über den ganzen Körper vom Scheitel bis zur Sohle. Bei der Untersuchung wird der ganze Köper in dünnen Schichten abgebildet. Diese detailgenaue Darstellung gestattet eine umfassende Tumorsuche, die sehr sensitiv für einige Tumorarten, z.B. Leber- und Knochentumore aber weniger sensitiv für andere Tumorarten, z.B. Brustkrebs oder Darmkrebs, ist. Für bestimmte Tumorarten sind spezielle Vorsorgeverfahren erforderlich. Darüber hinaus liefert die Ganzkörper-MRT in der Mehrzahl der Patienten Diagnosen, die oft überraschend und in vielen Fällen behandelt werden können.


Raucher
Raucher haben ein vielfach erhöhtes Risiko an Lungenkrebs zu erkranken. Leider zeigt das einfache Röntgenbild Lungenkrebs oft erst im fortgeschrittenen Stadium, wenn es für viele wirksamen Therapien zu spät ist. Wir bieten eine Low-Dose-CT zur Früherkennung von Lungenkrebs an. Die Low-Dose-CT der Lunge kennzeichnet eine sehr hohe Bildqualität bei geringer Strahlendosis und ermöglicht den Nachweis von Lungenkrebs in einem frühen Stadium. Daneben ist auch eine Beurteilung der Lungenwege (Bronchien) und der Herzkranzgefäße möglich.