CT – COMPUTERTOMOGRAPHIE

Die Computertomographie ist ein besonders hochwertiges Diagnoseverfahren, mit dem große Körperabschnitte in kurzer Zeit und sehr hoher Detailgenauigkeit abgebildet werden können. Dank modernster CT–Technik können bis zu 80 Schnitte gleichzeitig aufgenommen werden. Leistungsstarke Bildrechner bereiten die so gewonnenen 3D-Datensätze in verschiedenster Weise für die Bildauswertung vor. Die CT verwendet Röntgenstrahlen, deren Einsatz sorgfältig mit dem zu erwartenden Nutzen abgewogen werden muss. Wir setzten soweit möglich Low-dose-Techniken ein, mit denen die Strahlenbelastung deutlich gesenkt werden kann. Für viele Fragestellungen insbesondere bei Untersuchungen von Lunge, Bauch, Becken, Wirbelsäule, Kopf und Knochen ist die CT ein sehr wertvolles Diagnoseverfahren, das nicht gleichwertig zu ersetzen ist.

Spezialuntersuchungen

Die CT liefert sehr detailgenaue Bilder des Gehirns und erlaubt eine präzise Abbildung der Hirnmasse und der knöchernen Schädelstrukturen. Sie ist besonders empfindlich für den Nachweis von Blutungen des Gehirns und von Knochenbrüchen und wird daher routinemäßig bei starken Kopfschmerzen eingesetzt. Ferner liefert die CT besonders detailgenaue Bilder der Nasennebenhöhlen, des Felsenbeines einschließlich Mittelohres und der Schädelbasis.

Die CT ist nach wie vor ein unverzichtbares Verfahren für die Diagnostik der Wirbelsäule. Die Wirbelsäule wird unterteilt in Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule (HWS, BWS und LWS). Die CT hat einen überragenden Kontrast für knöcherne Strukturen und ermöglicht eine sehr genaue Einschätzung, ob eine Einengung des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose) oder eine Einengung eines Nervenloches (Foraminalstenose) vorliegt. Mittels CT werden auch Bandscheibenvorfälle und Wirbelbrüche diagnostiziert.

Schwellungen, Schmerzen oder Tumore sind typische Fragestellungen, die mit der CT abgeklärt werden. Die CT ermöglicht eine sehr genaue Darstellung des Rachens und der Halslymphknoten. Die Halsweichteile werden oft als Teil einer umfassenden Tumordiagnostik mituntersucht.

Die CT ist mit Abstand das genaueste bildgebende Verfahren der Lunge. So lassen sich sehr kleine Knoten, Entzündungen und Tumore in der Lunge feststellen. Bei einigen Erkrankungen werden besonders feine Schnitte von 1 mm Dicke, als hochauflösende CT, englisch: high resolution oder HR-CT, eingesetzt. Die HR-CT eignet sich besonders für den Nachweis von Lungenschädigungen durch Staub, Zigarettenrauch oder Asbest.

Ein wesentliches Einsatzgebiet der CT sind die Untersuchungen des Bauches oder Abdomens. Abhängig von der Fragestellung wird gelegentlich auch nur der Oberbauch oder nur das Becken untersucht. Die CT ermöglicht eine sehr gute Darstellung der Oberbauchorgane, speziell der Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse und Lymphknoten. Bei einer Untersuchung des Abdomens werden Sie gebeten, 1 – 2 Stunden vor Untersuchungsbeginn zu erscheinen, damit der Magen-Darm-Trakt ausreichend vorbereitet werden kann. Dafür erhalten Sie einen oder zwei Trinkbecher mit sehr stark verdünntem Kontrastmittel (2%ig), das die Darmschlingen im Bild anfärbt. Außerdem ist in der Regel eine Injektion eines Kontrastmittels in eine Armvene erforderlich, um die Erkennbarkeit von Tumoren und Entzündungen zu erhöhen.

Die CT ermöglicht die genaueste Darstellung von Knochen und erlaubt hochauflösende 3D-Rekonstruktionen. Für mögliche Knochenbrüche, die dem einfachen Röntgen entgehen, ist die CT die „letzte Instanz“. Oft wird die CT auch bei der Diagnostik von degenerativen Gelenkveränderungen, zur OP-Planung oder bei Knochentumoren eingesetzt, die mittels Röntgen und MRT allein nicht ausreichend beurteilt werden können.

Die CT-Angiographie ist eine Spezialuntersuchung, welche nur mit modernen Multi-Slice-CTs durchgeführt werden sollte. Während der Untersuchung wird ein Kontrastmittel gespritzt, das für diese Untersuchung unverzichtbar ist. Das Kontrastmittel färbt die Gefäße weiß an und gestattet so eine 3D-Darstellung des ganzen Gefäßbaumes. Prinzipiell kann mit der CT-Angiographie jede Körperregion abgebildet werden. Besonders ist sie jedoch für Herz-, Lungen- und Baucharterien geeignet. Bei vielen anderen Gefäßgebieten kann alternativ die MR-Angiographie eingesetzt werden.

Die CT zeichnet eine besonders hohe Empfindlichkeit für Kalk in den Herzkranzgefäßen (Koronararterien) aus. Die Kardio-CT kann so einen besonders wichtigen Aspekt der Atherosklerose nachweisen. Damit kann die CT den aktiven Krankheitsprozess schon nachweisen bevor eine Arterie verstopft und einen Herzinfarkt verursacht. Die Verkalkungen werden mit einer speziellen Software ausgezählt (Kalzium-Score, Agaston-Score) und Ihr individuelles Infarkt-Risiko im Vergleich zu Ihrer Altersgruppe ermittelt. Die Untersuchung mit Kalzium-Score kann mit einer CT-Angiographie des Herzens kombiniert werden, die den direkten Nachweis von Verengungen der Kranzgefäße und zur Kontrolle von „Bypässen“ gestattet.

Die virtuelle CT-Darmspiegelung (CT-Kolographie oder CT-Colonography) ist ein besonders empfindliches Verfahren zum Nachweis von Darmkrebs und seiner Vorstufen. Wir empfehlen die virtuelle Darmspiegelung bei einer unvollständigen „normalen“ Darmspiegelung, bei einem familiären Risiko für Darmkrebs und bei Patienten, die eine „normale“ Darmspiegelung ausdrücklich ablehnen.

FAQ

Was spricht für die Computertomographie

Die CT ist eine sehr schnelle Untersuchungmethode, die große Körperabschnitte in wenigen Sekunden aufnimmt. Sie liefert Bilder in sehr hoher Detailauflösung. Selbst große Körperabschnitte können in vielen Ebenen (Querschnitt, Längsschnitt, Schrägschnitt) übersichtlich abgebildet werden. Ferner gestattet die CT einerseits eine exzellente Detaildarstellung von Knochen, den Bauchorganen und der Lunge. Andererseits erlaubt sie eine sehr schnelle Bildaufnahme von beweglichen Körperorganen (Lunge, Herz, Darm). Die CT ist sehr robust und liefert auch unruhigen Patienten sichere Ergebnisse.
Kurze Wartezeiten zum Termin. Moderne Computertomographien sind relativ kleine Untersuchungsgerät mit weiter Patientenöffnung. Somit ist sie bei vielen ängstlichen Patienten eine wichtige alternative Untersuchungsmethode.

 

Wann ist die Computer-Tomographie sinnvoll?

CT ist immer sinnvoll im Bereich der Lunge und des Bauches mit seinen Organen (Leber, Bauchspeicheldrüse, Milz, Nieren und große Gefäße) aber auch des Beckens. Weitere Schwerpunkte sind die knöchernen Strukturen des Kopfes einschließlich der Nasennebenhöhlen sowie die Untersuchung der gesamten Wirbelsäule. Für manche Fragestellungen im Kopfbereich ist die CT ausreichend. Andere Fragestellungen können nur in der Kernspin-Tomographie (MR) abgeklärt werden. Dies ist von ärztlicher Seite zu entscheiden. Mit dem modernen Multi-Slice-CT sind auch besonders hochwertige Gefäßdarstellungen (Angio-CT) möglich.

 

Was sind die Risiken der CT?

Risiken entstehen in erster Linie durch die Belastung mit Röntgenstrahlen. Diese muss bei jungen Menschen anders als bei älteren Menschen bewertet werden. Bei jungen Menschen wird man nach Möglichkeit – insbesondere bei Untersuchungen in der Nähe der Keimdrüsen – die MR (Kernspin-Tomographie) einsetzen, sofern die Fragestellung dies erlaubt. Eine nachgewiesene Schädigung durch eine CT-Untersuchung ist nicht bekannt. Aus theoretischen Berechnungen ist heutzutage jedoch, besonders bei zahlreichen Wiederholungsuntersuchungen, ein statistisches Risiko (z. B. der Krebsentstehung) zu unterstellen.

 

Wie lange muss ich auf einen CT-Termin warten?

Wir bemühen uns die Wartezeit zum Termin so kurz wie möglich zu halten. CT-Termine sind in der Regel in 1–3 Tagen zu bekommen. Abweichend davon werden einfache Untersuchungen wie die CT der Nasennebenhöhlen am selben Tag jederzeit ohne Voranmeldung durchgeführt. Notfälle können auf Anruf eines überweisenden Arztes auch in der Regel am selben Tag durchgeführt werden. Aufwendige Untersuchungen, z.B. die Tumorsuche, bedarf einer längeren Vorlaufzeit, u.a. auch weil der Gesetzgeber gerade die Zahl der aufwendigen Untersuchungen pro Tag begrenzt. Bitte beachten Sie auch, dass Sie bei Untersuchungen des Bauches (Abdomens) 1-2 Stunden vor der Untersuchung ein Kontrastmittel trinken müssen. Entsprechend wird Ihnen der genaue Zeitpunkt, wann Sie zu uns kommen sollen, bei der Terminvergabe mitgeteilt.

 

Ist Kontrastmittel erforderlich?

Untersuchungen von Wirbelsäule, Knochen, Gelenken sowie Nasennebenhöhlen und Felsenbeinen sind fast immer ohne Kontrastmittel möglich. Bei Untersuchungen von Schädel, Lunge, Bauch und Becken und bei allen CT-Angiographien sind Kontrastmittel meist immer erforderlich. Die modernen jodhaltigen Kontrastmittel sind sehr gut verträglich. Gelegentlich entstehen Wärmegefühl, Übelkeit evtl. auch Hautrötungen. Schwerere Komplikationen sind sehr selten. Ernsthafte Nebenwirkungen können bei vorbestehenden Erkrankungen der Schilddrüse oder der Nieren oder Allergie-Risiken auftreten. Sie werden darüber jedoch noch vor der Untersuchung befragt.

 

Wie ist der typische Untersuchungsablauf einer CT?

Nach der Aufnahme Ihrer Daten an der Anmeldung („Chip-Karte“ nicht vergessen!) erhalten Sie noch ein schriftliches Informationsblatt zur CT ausgehändigt. Ggf. erhalten Sie bei Untersuchungen des Bauches noch einen oder zwei Trinkbecher mit sehr stark verdünntem Kontrastmittel (2%ig). Dadurch erfolgt eine bessere Erkennbarkeit des Darmes. Bei einigen Untersuchungen sind Injektion eines Kontrastmittels in eine Armvene erforderlich. Die CT-Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Platzangst entsteht dabei nicht, da Sie nicht in einer engen „Röhre“ liegen! Die Assistentin kann Sie jederzeit sehen und hören. Zu Untersuchungen der Lunge und des Bauches erhalten Sie über Lautsprecher Atemkommandos, die Ihnen zuvor erklärt werden. Alle Bilder müssen später an einer Auswertekonsole (Workstation) ausgewertet werden. Oft müssen zusätzliche Rechnerprogramme für spezielle Zusatzbilder gestartet werden. Daher kann Ihnen das Endergebnis nicht immer sofort mitgeteilt werden. Oft können wir Ihnen jedoch schon unmittelbar nach der Untersuchung ein vorläufiges und hoffentlich auch beruhigendes Ergebnis mitteilen. Der Untersuchungsbefund wird Ihrem einweisenden Arzt schnellstmöglich zugesandt. In Ausnahmefällen – insbesondere Notfällen – versuchen wir Bilder und Kurzbefund direkt mitzugeben.

 

CT – Kann ich die Ergebnisse nach der Untersuchung mitnehmen?

Sie bekommen nach der Untersuchung eine CD mit den Bilddaten. Auf Wunsch können wir Ihnen auch hochwertige Papierausdrucke zur Verfügung stellen. Bitte sagen Sie vor der Untersuchung wie Sie es wünschen. Der schriftliche Befundbericht wird Ihrem überweisenden Arzt nach ein bis zwei Tagen zugefaxt.

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    AUSGELAGERTER PRAXISTEIL ALZENAU

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